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Prospekt Transurethrale Katheter [249 KB]
Prospekt Suprapubische Katheter und Sets [296 KB]


Wenn die natürliche Blasenentleerung über die Harnröhre nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt funktioniert, kommen Katheter zum Einsatz.
Hierbei unterscheiden wir zwischen der transurethralen - (durch die Harnröhre) und der suprapubischen (durch die Bauchdecke) Blasendrainage.
Bei der transurethralen Blasenentleerung wird ein Katheter durch die Harnröhre in die Blase vorgeschoben.
Der vordere Teil des Katheters befindet sich in der Blase und wird dort mit Hilfe eines Ballons fixiert, während der hintere Teil aus der Harnröhre herausragt und mit einem Urinbeutel verbunden wird.
Um den Katheter zu wechseln wird der mit einer Glyzerinlösung gefüllte Ballon über ein außenliegendes Ventil entleert und der Katheter läßt sich aus der Harnröhre herausziehen.

Die transurethrale Blasendrainage ist die häufigste Katheterisierung.
Ihr Nachteil ist die Anfälligkeit für Bakterien die zwischen Katheteraußenwand und Harnröhre eine ideale Brutstätte vorfinden und zu Harnwegsinfektionen führen können.

Bei der suprapubischen Blasendrainage wird mit einer Metallkanüle (Außendurchmesser 4,6 mm oder 5,6 mm) die Blase von der Bauchdecke aus punktiert und der Katheter über diesen Zugang in die Blase geschoben. Die Fixation in der Blase über einen Ballon, sowie die weiteren Entleer-und Anschluß-möglichkeiten entsprechen dem weitgehend baugleichen transurethralen Katheter. Als Material wird Silikon verwendet.
Zum Wechseln des Katheters nimmt man einen Wechseldraht, der durch den Katheter in die Blase geschoben wird. Über diesen Draht zieht man den alten Katheter heraus und schiebt einen neuen Katheter in die Blase.
Sofort nachdem der Katheter entfernt wird, schließt sich das Loch in der Blase selbständig und verhindert damit, daß Urin aus der Blase in den Bauchraum fließt.

Das Verfahren ist weitaus unblutiger als es sich anhört.
Es befinden sich keine wichtigen Organe zwischen Bauchdecke und Blase und da das Verfahren nur bei gefüllter Blase (der Patient muß vorher viel trinken) durchgeführt wird, ist der Abstand zwischen Bauchdecke und Blase gering.
Der Patient wird örtlich betäubt.
Im Gegensatz zu der transurethralen Blasendrainage, die auch vom Pfleger und der Schwester durchgeführt werden kann, ist das Legen eines suprapubischen Katheters dem Arzt vorbehalten.

Der große Vorteil der suprapubischen Blasendrainage ist die erheblich geringere Infektionsanfälligkeit und damit mehr Nutzen für den Patienten.

Nachteilig ist der höhere Kostenaufwand.
Ein suprapubischer Katheter mit Metallkanüle, wie auch die Behandlung (durch den Arzt und nicht durch das preiswertere Pflegepersonal) kosten mehr als ein transurethraler Katheter.
Man darf aber nicht vergessen, daß die Behandlung von Infektionen auch Geld kostet und dann kann die, auf dem ersten Blick, preiswertere Behandlungsmethode bei der Endabrechnung deutlich schlechter abschneiden.

Das Produktprogramm von medfein besteht aus transurethralen und suprapubischen Kathetern, Metallkanülen und Wechseldrähten, die einzeln oder als Set verkauft werden.

Eine Besonderheit der Katheter ist der integrierte Ballon (siehe Informationsblätter).
Der Katheteraußendurchmesser wird dadurch nicht größer und so kann z.b bei der suprapubischen Blasendrainage der Durchmesser der Metallkanüle kleiner gehalten werden als bei den Kathetern mit Standardballon.