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Infusionspumpen werden im Rahmen einer Infusionstherapie eingesetzt, wo eine normale Schwerkraftinfusion nicht ausreichend genau oder aus räumlichen Gründen nicht durchführbar ist. Sie besitzen einen elektrischen oder mechanischen Antrieb und gewährleisten damit die permanente Medikamentenzufuhr.
Die Pumpe ist über eine Infusionsleitung mit dem Zugangssystem (Portkanüle oder zentralvenöser Katheter) verbunden, das wiederum die Verbindung zum Gefäßsystem (Vene oder Arterie) des Patienten herstellt (siehe auch Beschreibung Port und Portkanüle).



Elektrische Infusionspumpen
Bei den elektrischen Infusionspumpen unterscheidet man 2 Versionen:

Spritzenpumpe
Eine Spritze (meist 20ml oder 50 ml Volumen) wird in die Pumpe eingespannt und der Kolben dann mit der eingestellten Förderrate nach vorne gedrückt.
Aufgrund ihrer Abmessungen sind diese Pumpen nicht für den ambulanten Bereich einsetzbar, sondern werden im stationären Bereich verwendet.

Volumetrische Pumpe
Die Pumpe wird mit dem Medikamentenreservoir verbunden und arbeitet auf Grundlage des peristaltischen Systems. Dabei wird von außen ein Druck auf die Leitung die aus dem Reservoir herausführt ausgeübt. Dadurch ergeben sich Über- und Unter-druckverhältnisse im Leitungssystem, die ein "Leersaugen" des Medikamentenreservoirs ermöglichen.
Diese Pumpen gibt es in unterschiedlichen Grössen. Die kleineren Varianten sind für den ambulanten Bereich gedacht, wo sie aufgrund ihrer Grösse und Gewicht von den Patienten permanent mitgeführt werden können.

Bei all diesen Pumpen ist die Förderrate frei wählbar (in der Regel mit 0,1 ml/h Abstufungen) und verschiedene Alarmfunktionen (akkustischer und optischer Art) sind vorhanden.
Nachteilig sind die hohen Kosten, die teilweise deutlich über 1000 Euro liegen.
Daher werden im ambulanten Bereich sehr häufig die mechanischen Pumpen verwendet.

Das Produktprogramm der medfein besteht aus:
Infusionsspritzenpumpe AJ 5803
Ambulante Infusionspumpe AJ5806

Die AJ 5806 Pumpe verbindet die Vorteile einer elektrischen Pumpe (hohe Genauigkeit und wählbare Förderraten) mit den Preis einer mechanischen Pumpe.
Um dies zu erreichen wurden bestimmte Funktionen vereinfacht (es sind 7 Förderraten vorgegeben) und auf ein Display wurde verzichtet.

Wir sehen sie daher als preiswerte Alternative zu den mechanischen Einmalpumpen, da bei derAJ 5806 die Kontrolleinheit wiederverwendet werden kann und sich dadurch schon kurzfristig erhebliche Kosteneinsparungen realisieren lassen.



Mechanische Infusionspumpen
Die mechanische Infusionspumpe ist ein Flüssigkeitsreservoir (50 – 200 ml), das durch einen mechanischen Antrieb die permanente Medikamentenzufuhr gewährleistet.

Die auf dem Markt befindlichen Pumpen bestehen aus einem Silikonschlauch der mit dem jeweiligen Medikament gefüllt wird und dadurch die Form eines Ballon annimmt.
Das Ganze befindet sich in einer, aus transparenten Kunststoff gefertigten Schutzhülle. Diese Pumpen werden allgemein als Ballonpumpen bezeichnet.
Durch die Tendenz des Ballons sich wieder zu komprimieren wird ein Druck ausgeübt, der die Flüssigkeit aus dem Ballon und durch die Infusionsleitung drückt.
Die Durchflußrate wird über ein Kapillargefäß begrenzt und ist nicht einstellbar, d.h.jede Pumpe hat nur jeweils eine Förderrate.

Die oben beschriebene Ballonpumpe kann materialbedingt keinen gleichmäßigen Druck über die Infusionszeit gewährleisteten. Die Toleranz liegt bei +/- 10 - 15%.
Diese Toleranzangabe bezieht sich allerdings auf die gesamte Infusionsdauer.
Es sind zwischenzeitlich aber auch Druckspitzen mit Abweichungen von ca. 20% möglich.
Da das Kapillargefäß, daß die Durchflußrate begrenzt, nicht in der Lage ist Druckspitzen auszugleichen bedeutet dies auch eine Fehlversorgung um ca. 20%.

Alle mechanischen Infusionspumpen sind Einmalpumpen, d.h sie können nur einmal verwendet werden und müssen nach Gebrauch entsorgt werden.